Projekt: Das Erbe des Lichts

Warum

„100 Jahre Einsamkeit sind genug: Das digitale Comeback des Rudolf Sieger“.

Auf den Spuren von Rudolf und Emmi: Eine digitale Spurensuche zwischen Kunst, Geschichte und KI

Alles begann mit einem reparaturbedürftigen Gemälde von Lovis Corinth und einem Geheimnis. Das Bild zeigt meinen Urgroßvater, Rudolf Sieger, als Ober in einer erotischen Partyszene, umgeben von liegenden Frauen. Wer waren diese Frauen? Und wie rettet man ein solches Erbe vor dem Verfall?

Diese Fragen ließen mich nicht mehr los und zogen mich tief hinein in die Lebensgeschichte von Rudolf und seiner Frau Emma – genannt Emmi – Sieger.

Ich bin weder Kunsthistoriker noch Schriftsteller. Doch ich bin ein Suchender im digitalen Zeitalter. Genau 100 Jahre ist es her, dass die Werke von Rudolf Sieger zum letzten Mal in einem öffentlichen Raum zu sehen waren – 1926 bei seiner Gedächtnisausstellung in Rostock. Es ist Zeit, ihm diesen Raum zurückzugeben.

Das Projekt Rudolf Sieger - das Erbe des Lichts verfolgt unterschiedliche Ziele:

Zum einen erschaffen wir hier ein digitales Werkverzeichnis von Rudolf Sieger. Wir nutzen die Kraft des Crowdsourcings, um verstreute Werke zusammenzuführen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zum anderen begeben wir uns auf ein Experiment an den Grenzen der Technologie. Unterstützt durch Künstliche Intelligenz füllen wir die Leerstellen der Geschichte. Wo Fakten enden, beginnt eine Erzählung: Eine Geschichte auf den realen Eckdaten eines Lebens, lebendig gemacht durch die Fiktion der KI.

Eine Herzensangelegenheit für die nächste Genaration der Nachkommen Sieger

Ich führe diese digitale Spurensuche nicht nur für mich selbst. Ich starte dieses Projekt für meine Familie – um die Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft zu schlagen. Es ist eine Widmung an:

Meine Mutter Meike, durch die ich den ersten Bezug zu diesem Erbe fand. Sie berichtete mir von Ihrer Großmutter Emmi,

meine Kinder Finn, Nika, Nele und Emma, damit sie ihre Wurzeln kennen,

meinen Bruder Kai und seine Kinder Jonas und Elisa, auch sie wissen bis zum Erscheinungsdatum dieser Inhalte nicht von Ihrem Erbe,

sowie meine beiden Cousinen Andrea und Sabrina, die wie mein Bruder Kai wenig von Ihren Vorfahren wissen.

Diese Seite soll diesen bedeutenden Teil der Geschichte „Sieger“ wach halten und sicherstellen, dass er nicht in Vergessenheit gerät.

Helfen Sie uns, die Puzzleteile zusammenzufügen und Rudolf Sieger nach einem Jahrhundert des Schweigens wieder sichtbar zu machen.

Warum und Wie

Rudolf Sieger war der erste Schüler von Lovis Corinth und ein wesentlicher Künstler des deutschen Impressionismus. Er brachte die Bewegung nach Mecklenburg-Vorpommern und gründete mit Gleichgesinnten die Vereinigung Rostocker Künstler. Sein Werk steht für eine lebendige Verschmelzung von Licht, Natur und Gefühl. Leider ist eine Übersicht seiner Werke schwer. Das will diese Seite ändern.

Ausgehend von der Gedächtnisausstellung im April 1926 und Fotos und Dokumente im Erbe der Familie Sieger katalogisieren wir und seine Werke online. Noch stimmen nicht alle Informationen, viele sind mithilfe der KI enstanden. Die Inhalte entwickeln sich mit dem Verlauf des Projektes

Wer sind wir?

Mein Name ist Mark Möller (geb. Sieger). Ich bin Urenkel von Rudolf Sieger. Jahrelang habe ich bei meiner Mutter Meike auf ein Bild von Lovis Corinth geschaut, in dem er meinem Urgroßvater als Ober in einer Partyszene dargestellt hat. Leider ist das Bild beschädigt. Bei der Recherche nach einer möglichen Reparatur bin ich immer tiefer in die Geschichte von Rudolf Sieger und seiner Frau Emma (Emmi) Sieger, eine geborene Tyndall gezogen worden, bis der Entschluss zu diesem Projekt fiel.

Werden Sie Teil dieser Sieger -Community

Möchten Sie helfen, das Werkverzeichnis von Rudolf Sieger zu vervollständigen? Tauschen Sie sich gerne mit uns aus, gemeinsam entdecken wir neue Werke und bereichern die Kunstwelt. Ihr Engagement bringt verlorene Kunstwerke ans Licht. (Quelle Bild: Mit KI optimiertes Bild aus Sieger Familienfotoalbum)

Ein Funke, der überspringt:

Warum wir alle Suchende sind

Kürzlich erzählte ich im Freundeskreis von diesem Projekt. Was dann geschah, war ein echter Volltreffer: Innerhalb von Minuten brachen die Gespräche über das eigene „Woher“ los. Jeder am Tisch fing plötzlich an, über die eigene Herkunft, vergessene Familienanekdoten oder den Verbleib von Erbstücken nachzudenken.

Es wurde mir klar: Dieses Bedürfnis, die eigenen Wurzeln zu verstehen und ihnen einen Platz in der Gegenwart zu geben, schlummert in fast jedem von uns.

Die Chance der neuen Zeit

Früher scheiterten solche Vorhaben oft an den Hürden der Archivarbeit oder dem fehlenden Fachwissen. Doch heute stehen wir an einem Wendepunkt. Die Künstliche Intelligenz ist mehr als nur ein Werkzeug – sie ist ein Kompass für uns Laien:

Barrieren brechen: KI hilft uns, historische Zusammenhänge zu verstehen, Texte zu strukturieren und Bildmaterial aufzubereiten, ohne dass wir Kunstgeschichte studiert haben müssen.

Lücken füllen: Sie erlaubt uns, dort Brücken zu bauen, wo die reine Dokumentation abbricht, und Geschichte wieder spürbar zu machen.

Vernetzung: Das digitale Zeitalter ermöglicht es uns, Gleichgesinnte und verschollene Puzzleteile weltweit zu finden.

Ein Aufruf an alle Neugierigen

Mein Projekt um Rudolf und Emmi soll auch Mut machen. Es ist ein Plädoyer dafür, die eigenen Geschichten nicht im Keller verstauben zu lassen. Wir haben heute Möglichkeiten, die vor zehn Jahren noch Science-Fiction waren.

Haben Sie auch dieses eine Bild, diesen einen Namen oder eine Erzählung, die Sie nicht loslässt? Nutzen Sie die Werkzeuge unserer Zeit. Fangen Sie an zu graben. Dieses Projekt zeigt, dass man kein Experte sein muss, um etwas Bedeutsames zu schaffen – man muss nur neugierig genug sein, den ersten Schritt zu gehen.

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